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Aoife

Witty Little Knitter

I read fantasy, crime, true crime, lgbt-romance and books written by my favourite comedians. List not necessarily complete.
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Progress: 52/262 pages
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Michael Grusemann, Leo Tolstoy
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Review: Die Schatten von La Rochelle

Die Schatten von La Rochelle - Tanja Kinkel

Das Buch begann mittelmäßig aber nicht so, dass ich jegliche Hoffnung verloren hätte. Dann ging es einfach nur unglaublich langweilig weiter. Vor lauter Rückblicken und Personen deren Relevanz für den Plot absolut nicht ersichtlich war hatte ich beinahe vergessen worum es eigentlich ging. Das ganze wurde nur übertroffen vom Schluss der...nun ja...sagen wir es mal so: Verbotene Liebe hatte realistischere Handlungsstränge.

 

Und damit ist schon das meiste gesagt. Ein Roman über eine der Verschwörungen gegen Richelieu hätte interessant werden können aber da der historisch interessierte Leser nun mal weiß, dass der Kardinal relativ friedlich im Bett gestorben ist kann man nicht so tun als wäre das Spannende 'wird es den Verschwörern gelingen oder nicht?'. Man muss die auftretenden Charaktere so sympathisch (oder vielleicht auch unsympathisch) machen, dass es egal ist ob man weiß was aus ihnen wird oder ein paar nicht-historische Charaktere dazuschmeißen um die sich der Leser sorgen kann. 

Kinkel macht beides aber beides gelingt nicht. Marie (Richelieus Nichte) zeigt ein paar gute Ansätze aber die meiste Zeit war sie nur nervtötend und ihre Entscheidungen nicht nachvollziehbar. Die nicht-historischen Charaktere...da war Charlotte die absolut keinen Einfluss auf die Handlung hatte [spoiler]außer um sich am Ende um Maries uneheliches Kind zu kümmern[/spoiler] und die auch nicht dreidimensional genug wurde, dass ich mich um sie gekümmert hätte. Außerdem gab es noch Paul & Raoul, wobei letzterer hätte auch durch eine formschöne Topfpflanze ersetzt werden können (außer am Ende...aber da wäre er auch nicht nötig gewesen wenn Marie nicht spontan alle Gehirnzellen verloren hätte). Und Paul...sprechen wir nicht über ihn. Das ist das beste.

 

Des weiteren gibt es noch zwei Schiffskapitäne in Nebenrollen. Ihre Namen: Jean-Luc Picard und Riker. Warum? In einem eher humorvollen Roman wäre das eine amüsante Anspielung aber in einem Roman der gerne ernst genommen werden möchte dachte ich nur

 

Ansonsten kann ich es auch überhaupt nicht ausstehen wenn Französische Phrasen in Dialoge eingestreut werden wenn das Buch sowieso in Frankreich spielt und die Figuren dementsprechend sowieso Französisch sprechen...eigentlich dachte ich das wäre eine Fanfiction-Unart aber wie alles Schlechte nimmt es wohl auch veröffentlichte Bücher in Besitz.