how to trace people
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Aoife

Witty Little Knitter

I read fantasy, crime, true crime, lgbt-romance and books written by my favourite comedians. List not necessarily complete.
Sometimes I write for Bibliodaze

Currently reading

Stephen and Matilda
Jim Bradbury
Progress: 52/262 pages
Krieg und Frieden
Michael Grusemann, Leo Tolstoy
Progress: 579/1024 pages
Die Chronik des Eisernen Druiden 1: Die Hetzjagd - Kevin Hearne Das Buch lesen war ein wenig wie Fastfood essen: Durchaus genießbar, bzw. unterhaltsam aber man sollte sich möglichst nicht zu viele Gedanken über die Zusammensetzung machen und kaum ist man fertig sehnt man sich auch schon nach etwas anständigem.Das größte Problem des Buches war Atticus selbst. Er ist einfach zu perfekt: ist quasi unsterblich, hat ein Amulett, das ihm unglaubliche Kräfte verleiht, ist immer so gut auf vorbereitet, dass ihn seine Feinde nicht mehr überraschen können und während Kämpfen auch noch in der Lage sarkastische Sprüche abzufeuern.Nun ist es zugegebenermaßen nachvollziehbar, dass Atticus tatsächlich ein sehr guter Kämpfer ist und über große Macht verfügt: er ist immerhin über 2000 Jahre alt, er hatte viel Zeit all das zu lernen. Wenn er also noch wie ein hilfloser Anfänger herumstolpern würde, hätte ich mich auch gefragt wie er überhaupt so weit gekommen ist.Trotzdem: zum einen ist das Buch in der ersten Person geschrieben. Wir sehen also nicht nur wie toll Atticus ja ist, er reibt es uns auch bei jeder Gelegenheit unter die Nase (wirklich bei jeder Gelegenheit) und das führt auch dazu, dass generell wenig Spannung aufgekommen ist. Wenn er schon im Voraus weiß, dass er angegriffen werden wird und davon überzeugt ist, dass der Kampf kein Problem für ihn wird, überschlage ich mich auch nicht vor Sorge. Es kommt zwar ein paar mal vor, dass ihn eine Wendung überrascht aber das hält ihn nicht davon ab weiter schnippische Kommentare abzugeben und das Problem klärt sich immer in kürzester Zeit.Warum es spannend sein soll wenn für den Hauptcharakter immer alles glatt läuft erschließt sich mir nicht ganz.Es gibt durchaus Kleinigkeiten, die ganz nett waren:Atticus hat einen irischen Wolfshund namens Oberon, der mit ihm kommunizieren kann und der wirklich niedlich sein kann...zumindest anfangs. Bald bekommt man den Eindruck, dass das 'niedliche Dinge sagen' und 'Atticus lustig missverstehen' sein einziger Zweck ist. Er führt quasi keinen normalen Unterhaltungen mit Atticus, wann immer er den Mund (bzw. die Schnauze) aufmacht ist es etwas das lustig sein soll und das geht spätestens nach der Hälfte ziemlich auf die Nerven.Das Rudel von Wikinger-Werwolf Anwälten, mit denen Atticus gelegentlich arbeitet, wirkt auch interessant (zumindest für mich interessanter als Atticus) aber auch die bleiben nur Randfiguren.Dazu kommt noch, dass jede Frau, der Atticus begegnet, unglaublich heiß ist und sich ihm zu Füßen wirft (einschließlich diverser Göttinnen). In Kombination mit Atticus Superkräften lässt es das Buch stellenweise ein bisschen wirken wie eine Teenager-Phantasie.Ich habe meine Zeit schon mit schlimmeren Büchern verschwendet aber auf die nächsten Bände verzichte ich dankend.